Einladung

G20 - das war der Gipfel
Aktivist*innen und Betroffene berichten

Freitag, 15. September 2017
16 bis 22 Uhr in Hamburg

Musiksaal im DGB-Haus
Besenbinderhof 57a, 20097 Hamburg

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Der G20-Gipfel ist vorbei, doch er beschäftigt Anwohnende, Obdachlose, Medienschaffende, Aktivist_innen und die Hamburger Politik noch immer.

Der Gesprächsbedarf dauert an, auf den Straßen Hamburgs wie auch in der Medienlandschaft. Besonders laut sind dabei die Stimmen, die gegen Aktivist_innen hetzen, die Schließung der Roten Flora oder linker Zentren in vielen Städten fordern. Viel ist über uns, die Teil der Proteste waren, gesagt worden. Jetzt wollen wir selbst sprechen.

Noch immer sitzen über 30 G20-Gefangene mit dünnen und zum Teil absurden Begründungen in Untersuchungshaft. Die juristische Nachbereitung des Hamburger Ausnahmezustands wird uns noch lange beschäftigen. Heute wollen wir mit einer ersten Aufarbeitung beginnen und fragen: Was geschah in der Protestwoche?

Viele von uns, die auf der Strasse waren, haben sowohl beängstigende als auch großartige Erfahrungen gemacht. Wir haben den Ausnahmezustand erlebt, massive Grundrechtseingriffe und den größten Polizeieinsatz der Hamburger Geschichte. Wir wollen über die rechtswidrigen Angriffe auf die Camps sprechen, die Militarisierung der Stadt und über die Polizeigewalt, die vielen von uns widerfahren ist. Auch von ermutigenden Erfahrungen und breiter Solidarität in der Stadt wollen wir nicht schweigen.

Wir haben  unter dem Dach der Plattform die verschiedenen Protestaktionen erfolgreich gemeinsam vorbereitet und uns zusammen mit anderen für den Dreiklang aus Alternativgipfel, Grossdemonstration und Blockade verantwortlich gezeigt.

Jetzt laden wir Euch mit verschiedensten Hamburger Gruppen und Organisationen am 15. September zu einem verlängerten Nachmittag ein, an dem Augenzeug_innen und Betroffene, Anwohner_innen, internationale Gäste und Aktivist_innen ihre Erfahrungen selbst vortragen und bieten Euch damit eine erste Gelegenheit an, unsere eigene Erzählung der Geschichte des G20-Protests zusammenzutragen und aufzuarbeiten.

Die Veranstaltung ist presseöffentlich und soll ein Auftakt für eine weitere notwendige Aufarbeitung sein. Am Ende soll ein Untersuchungsausschuss stehen, der für nächstes Jahr von vielen beteiligten Gruppen bereits jetzt in Vorbereitung ist.

Am 14. September wird es auf Kampnagel auch eine Nachbereitungsveranstaltung des Alternativgipfels geben, in der die Ergebnisse des G20 gemeinsam analysiert und weitere Schlüsse für die politische Zusammenarbeit diskutiert werden sollen.

Eure Vorbereitungsgruppe aus der G20-Plattform